Freitag, 23. September 2011

Spontantrip auf die Insel Chiloé



Hola desde Santiago!

Da wir diese Woche Ferien haben, haben wir uns spontan entschlossen für ein paar Tage Richtung Süden Chiles zu reisen. Valdivia und die Isla Grande (die Hauptinsel von Chiloé) waren das Ziel unserer Reise.
Samstag, 21:00 Uhr Ortszeit in Santiago verließen wir die Hauptstadt Chiles Richtung Valdivia, einer kleinen, bunten Stadt im Süden Chiles. 10 Stunden Busfahrt erwarteten uns – klingt schrecklich lange, aber, zu unserer Freude waren die Nachtbusse inklusive Semikammerbetten (also „Fast- Betten“) sehr gemütlich und somit verging die Busfahrt und dementsprechend auch die Nacht von Samstag auf Sonntag sehr schnell – fast zu schnell. Am Sonntag, noch sehr verschlafen – fast schon schlafwandelnd, gingen wir Richtung Stadtzentrum Valdivias, welches sich in unmittelbarer Nähe des Busterminals befand. Unser Hostel, ein kleines, buntes, sehr gemütliches Häuschen mit einer überaus freundlichen Besitzerin erwartete uns.


Am Sonntag, dem 18. September wird der chilenische Nationalfeiertag gefeiert – somit besuchten auch wir eine sogenannte „la fonda“  - ein mit chilenischen Flaggen geschmückter Park, auf welchem verschiedenste typisch chilenische Gerichte angeboten werden. Auch haben wir zum ersten Mal das typisch chilenische Getränk ausprobiert – terremoto (Erdbeben) heißt dieser Zaubertrank, bestehend aus Wein, Rum und einer Kugel Ananaseis.



Mein Lieblingsgetränk wird es zwar nichtr werden, aber das Ausprobieren hat sich auf jeden Fall gelohnt. Am nächsten Tag, früh morgens ging es dann weiter: 4 Stunden Busfahrt bis nach Puerto Mont und dann weiter mit einer kleinen Fähre Richtung Chiloé erwarteten uns.
In Ancud, einer kleinen Stadt im Norden der Isla Grande de Chiloé angekommen, machten wiruns wieder auf die Suche nach unserem Hostel für diese Nacht. Tagsüber genossen wir die Stille des kleinen Ortes, den Meerblick und wir es sich für eine Hafenstadt gehört gab es zum Abendessen Fisch. Claudia erwies sich als sehr mutig und probierte „Curanto“, ein für die Insel sehr bekanntes Gericht. Der erste Anblick dessen brachte uns zum Lachen: ein riesen Muschelberg, dazwischen Hühnerfleisch, Kartoffeln und ein paar weitere, undefinierbare Zutaten. Für Meeresfrüchteliebhaber also genau das Richtige. Eigentlich ist Ancud für Pinguine bekannt, aber leider beginnt die Pinguinsaison erst wieder im November. Somit mussten wir den kleinen Ort verlassen, ohne Pinguine gesehen zu haben.
Dafür haben wir in Valdivia Seelöwen und Pelikane gesehen. Seelöwen sind zwar nicht gerade mit Schönheit gesegnet, aber trotzdem ganz nette, aber vor allem faszinierende Tiere :-)


Am nächsten Tag ging es weiter nach Castro, der angeblich touristischsten Stadt der Insel Chiloé. Dieser kleine Ort ist für seine „palafitos“ (Holzpfahlhäuser) und Holzkirchen bekannt.
Eigentlich regnet es in Chiloé ständig, aber wir hatten wirklich das große Glück und verbrachten einige schöne, regenlose Tage auf der Insel.




Am letzten Tag unseres Spontantrips in den Süden besuchten wir den Parque nacional de Chiloé, also wie der Name schon verrät, einen Nationalpark. Einen halben Tag lang liefen wir durch kleine Wälder, über Stock und Stein sowie über kleine Holzbrücken, welche den Anschein hatten uns durch einen kleinen Urwald zu führen. An den „miradores“ (Aussichtspunkte über den ganzen Nationalpark) genossen wir die Aussichten auf die Weiten des Pazifiks und tankten nochmal Energie bevor uns das Großstadtleben in Santiago wieder einholte…



Sodale, das wars für diese Woche! Morgen geht unsere Reise weiter: diesmal nach Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien. Ihr werdet von mir hören!

Liebe Grüße aus dem Winkel der Welt!
Julia
Ps: Ab und zu studieren wir auch, aber dazu bei den nächsten Einträgen mehr :-)

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