Freitag, 16. September 2011

San Pedro de Atacama - das Highlight Chiles!


Ein fröhliches Hallo aus Chile!

Das letzte Wochenende war das Highlight meines Chile Aufenthaltes.
Zwar bleiben mir noch einige Wochen, die ich hier in Chile verbringen werde, aber ich glaube kaum, dass Chile etwas noch gigantischeres, unbeschreibliches hier erleben werde. 

Um genauer zu sein habe ich das letzte Wochenende im Norden Chiles, in San Pedro de Atacama, mitten in der trockensten Wüste der Welt, erlebt.
Unbeschreiblich, was ich  dort erleben durfte!

Nach einem 2-stündigen Flug von Santiago de Chile nach Calama, im Norden Chiles sind wir mitten in der Wüste gelandet.. Wenn ich sage mitten in der Wüste, dann meine ich mitten in der Wüste... weit und breit nur Sand und Sandhügel..


Nach weiteren 1 1/2 Stunden Busfahrt kamen wir im kleinen Dorf San Pedro de Atacama an, der Ort in dem wir uns in einem kleinen gemütlichen Hostel eingenistet hatten. Lederstühle, stabile Stockbetten, ein kleiner Kamin, Platz zum Grillen und ein wunderschönes Bad erwarteten uns.
Nachdem wir das kleine Dorf San Pedro de Atacama erkundet hatten, ging unsere erste Tour auch schon los: Valle de la muerte nannte sich unser erstes Ziel.
Ein gigantischer Ausblick über die Weiten der trockensten Wüste der Welt erwartete uns. Ich bin überzeugt davon, dass die Bilder für sich sprechen.



Außerdem hatten wir auch noch genug Zeit um in den Sanddünen herumzuspringen. Wie ein kleines Kind in einem riesen Sandkasten, so fühlt man sich in dem Moment, in dem man voller Adrelanin die gewaltigen Sandünen hinuntersprintet und sich kaum bremsen kann.
Nach einem ca 30 minutigem Marsch durch die Wüste erreichten wir schließlich das Valle de la luna: Der Sonnenuntergang über den rollenden Sandhügeln ist ein Muss für alle San Pedro de Atacama Besucher.
Weit und breit nur Sanddünen und rot-braunfärbige Sandberge! 




Nach dem Sonnenuntergang durchquerten wir schließlich noch tiefe Salzhöhlen und machten uns anschließend wieder auf den Weg nach San Pedro de Atacama, wo wir unsere erste Nacht in der Wüste verbrachten.
Obwohl es in der Wüste abends immer ziemlich kalt ist, merkten wir in unserem Hostel gar nichts davon: ganz im Gegenteil: das erste Mal, dass ich in Chile nicht mit 5 Schichten schlafen musste. 

Am nächsten Tag in der Früh ging es gleich weiter und somit fuhren wir früh morgens zur Laguna Chaxar. Hier leben drei verschiedene Flamingoarten. Auch wir hatten das Glück Flamingos bei ihrem Frühstück beobachten zu dürfen.


Anschließend ging es noch hoch hinaus: auf 4200 Höhenmeter befindet sich die Laguna Altiplanica.
Neben dem Valle de la luna war dies das Highlight vom Norden Chiles. Unglaublich, man findet in San Pedro tausende wunderschöne Postkarten, aber man glaubt wirklich kaum, dass diese Naturwunder in Wirklichkeit tatsächlich so atemberaubend aussehen.
Faszinierend, man befindet sich im Norden Chiles, der trockensten Wüste der Welt und findet dennoch noch Orte, an denen es so atemberaubende Schneelandschaften und Seen gibt.






Am Sonntag begann unsere Tour schon um 4 Uhr in der Früh. Nach 2 Stunden Fahrt auf 4300 Höhenmeter erreichten wir das weltweit höchste Geysirfeld. -14 Grad Außentemperatur erwarteten uns, aber bei dem Anblick nahm man sogar Minusgrade in Kauf. Unbeschreiblich, wozu die Natur im Stande ist: im Morgengrauen konnten wir die blubbernden, heißen Quellen beobachten.





Nach einem ausgiebigem Frühstück bei Sonnenaufgang ging es weiter zu unserem nächsten Ziel: Warme Thermalquellen, in denen wir uns wieder ein bisschen aufwärmen konnten.
Im Gegensatz zu den -10 Grad Außentemperatur, die es mittlerweile draußen hatte, war das Wasser der Thermalquellen wirklich sehr warm. Ab und zu sogar zu warm, sodass man aufpassen musste, sich nicht zu verbrennen.




Nach diesem Abenteuer veranschalteten wir an unserem letzten Abend noch ein gemeinsames Asado (Grillfest). Zusammen mit anderen Austauschstudenten aus Frankreich, Spanien, Deutschland und Nordamerika feierten wir bis in die Morgenstunden.

An unserem letzten Tag haben wir eine weitere Lagune, namens Laguna Ceja besichtet. Diese besteht aus 33% Salz und das Wasser ist echt eiskalt. Einige haben sich ins Wasser getraut und aufgrund des hohen Salzgehaltes wirklich ohne jegliche Hilfe im Wasser treiben lassen können. Ich muss gestehen, dass mir das Wasser einfach viel zu kalt war: ich genoss den Anblick lieber von außen.
Weiteres Ziel waren die Ojos del Salar, zwei rund 170 Meter tiefe Löcher im Boden, mitten in der Wüstenlandschaft. 
Abschließend fuhren wir noch zum Salar de Tebinquiche, einer Salzwüste, wie man sie sich vorstellt: weit und breit nur Salz, Salz und nochmal Salz...




So ging auch der letzte Tag unseres großen Abenteuers zu Ende: ich kann San Pedro de Atacama mit gutem Gewissen als einen der atemberaubendsten und vielfältigsten Orte, den ich je gesehen habe, bezeichnen...
Ich wünschte, die Bilder wären nur halb so schön, wie in Wirklichkeit...

Ich hoffe, euch mit den Bildern dennoch Lust auf Chile gemacht zu haben  - man muss den Norden Chiles einfach gesehen haben!
Viele liebe Grüße aus Chile und bis bald!

Julia

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