Wird Zeit, dass ich euch wieder mal ein Update aus Chile schicke - ist ja wieder viel passiert in den letzten drei Wochen!
Hier in Santiago ist mittlerweile der pure Sommer eingekehrt - 30 Grad und mehr - die Swimmingpoolsaison ist eröffnet. Schade nur, dass wir bei unserer Wohnung keinen Swimmingpool dabei haben. Aber dafür haben wir auch nur 1 1/2 Wegzeit zum Strand, dort wird es uns dieses kommende Wochenende übrigens hinverschlagen. Außerdem gibt es hier tolle Grillplätze (inklusive einer gigantischen Aussicht über Santiago) welche wir bereits mit vielen anderen Austauschstudenten eingeweiht haben.
Letztes Wochenende fuhren wir ins Tal "Cajón de Maipu" - welches sich ca. 1 1/2 Std außerhalb des Zentrums Santiagos befindet.
Von Santiago aus nahmen wir einen Bus Richtung "Cajón de Maipu", welcher uns dann mitten im Tal aussetzte. Weitere öffentliche Verkehrsmittel gibt es dort anscheinend nicht, somit befolgten wir den Rat der Chilenen "haz dedo" (wörtlich "den Daumen heben") und stoppten einen Lastwagen nach dem anderen um zu fragen, ob sie uns denn weiter ins Tal mitnehmen könnten. Hat alles reibungslos geklappt, die Lastwagenfahrer waren total nett und ließen uns schlussendlich nach einer ca 45 minütigen Fahrt am Startpunkt unserer Wanderung aussteigen.
Eigentlich wollten wir auf einen Berg gehen und uns auf den Weg zu einer bekannten Lagune machen, allerdings durften wir in den Nationalpark nicht mehr rein, weil die Wanderung doch einige Stunden dauert und wir nicht rechtzeitig wieder zurückgekehrt wären. Stattdessen schlenderten wir bei herrlichstem Wetter durchs Tal, den Flüssen entlang und genossen die Vielfalt der chilenischen Natur.
Nach einem entspanntem Wandertag im Cajón de Maipu machten wir uns wieder auf den Weg zurück Richtung Santiago. Natürlich wieder genau so, wie wir auch hingekommen sind - mit Lastwagenstoppen. Dieses Mal hatten wir ein besonderes Glück und durften mit einem Lastwagenfahrer mitfahren, der uns schnell und sicher bis nach Santiago mitnahm!
Ein weiteres Highlight der letzten Wochen war unser Besuch bei der österreichischen Botschaft! Zufälligerweise wohnen wir ganz in der Nähe der österreichischen Botschaft hier in Chile. So wie es der Zufall will wurden wir zur Residenz des österreichischen Botschafters eingeladen um gemeinsam mit vielen anderen Österreichern und teilweise Chilenen den österreichischen Nationalfeiertag (verspätet) zu feiern.
War wirklich eine ganz neue Erfahrung, die Residenz des Botschafters kann sich schon sehen lassen, vor allem gab es sehr gutes Essen und Wein, diese Tatsache versüßte uns den Abend!
War wirklich eine ganz neue Erfahrung, die Residenz des Botschafters kann sich schon sehen lassen, vor allem gab es sehr gutes Essen und Wein, diese Tatsache versüßte uns den Abend!
Dort trafen wir auf viele andere Auslandsösterreicher, sowie weitere Austauschstudenten. Außerdem hatten wir das Glück, dass sich der österreichische Botschafter sogar ein wenig Zeit für uns nahm und wir uns somit bei ihm persönlich für die Einladung bedanken konnten.
Des Weiteren waren wir letztes Wochenende mit unseren chilenischen Freunden in einer Karaokebar! War schon ganz lustig, vor allem der Karaoke - Musikgeschmack der Latinos ist schon etwas.. nennen wir es mal kitschig. Aber war wirklich lustig mit unseren chilenischen Tutorinnen um die Häuser zu ziehen, auch wenn wir so gut wie kein Lied kannten. Die Lieder, welche die Chilenen leidenschaftlich vor sich trällerten waren dann doch chilenische "Schnulz-klassiker", aber war auf jeden Fall ein lustiger Abend!
| Besetzte Universidad de Santiago de Chile |
| Universitätseingang |
In einem meiner Kurse, die ich hier besuche hatten wir übrigens eine sehr interessante Aufgabe: Wir mussten ein chilenisches, international tätiges Unternehmen interviewen. Meine Gruppe, bestehend aus einer Deutschen, einem Mexikaner und mir hatte das Vergnügen, die International Business Managerin des Unternehmens "Mulpulmo" (produziert und vertreibt Milchprodukte in Lateinamerika, Russland und Asien) zu interviewen.
Dies war wirklich eine sehr spannende Erfahrung, es begann mit den kulturellen Differenzen bei der Begrüßung und endete mit einem breitgefächterm Wissen über den chilenischen Käse und Milchpulvermarkt. ;)
Tja, nun bleiben uns nur noch vier Wochen hier in Chile. Echt faszinierend, wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell man sich an das Leben am anderen Ende der Welt gewöhnt!
Bald geht es für uns wieder nach Hause, aber vorher erkunden wir noch den halben südamerikanischen Kontinent!
rin
So, meine Lieben! Ich wünsche euch ein fröhliches Glühweintrinken und schlürfts bei Gelegenheit einen für mich mit :)
Un abrazo,
Julia

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