Freitag, 28. Oktober 2011

Das nächste Abenteuer - Jupiter, Pisco und Delphine...

Ein fröhliches Hallo vom anderen Ende der Welt!

Nachdem ich im letzten Blog geschrieben habe, dass wir schon "länger" nicht auf Reisen waren, diesmal wieder eine Reisegeschichte von unserem Weekend-Trip nach La Serena, im Norden Chiles gelegen.

Nach einer ca. 8-stündigen Nacht-Busfahrt von Santiago nach La Serena kamen wir Freitagsmorgens, mehr oder weniger ausgeschlafen in La Serena an. Ein aufregendes Wochenende, voller neuer Eindrücke und Erfahrungen lag' vor uns.

In dem ruhigen La Serena angekommen machten wir uns zu 10. (eine Gruppe bestehend aus Österreichern, Detuschen und einem Amerikaner) auf den Weg zu unserem Hostel. Eigentlich hatten wir am Vortrag für die gesamte Gruppe Zimmer reserviert, allerdings konnte sich der Hausbesitzer nicht mehr an das Telefongespräch erinnern. So ist das hier in Chile - es lebe die Spontanität!
Der Herr war dennoch sehr zuvorkommend und hat uns zu einem anderen Hostel begleitet, welches genug Betten für unsere etwas größere Reisegruppe hatte. Nach dem Einchecken machten wir uns auf den Weg La Serena zu erkunden. Dies ging eigentlich recht schnell: ein paar Kirchen, ein großer Hauptplatz, ein japanischer Garten und ein Leuchtturm, sowie ein schöner, ewig langer Strand waren die Hauptattraktionen.

Am Strand von La Serena

Abends machten wir eine Tour in ein nahegelegenes Observatorium in welchem wir zuerst eine Einführung in alle möglichen Sternbilder bekamen und dann selbst die Möglichkeit hatten mit Hilfe eines Teleskopes Galaxien  (diese sind von der Nordhalbkugel übrigens nicht sichtbar) und Planeten (in unserem Fall Jupiter) zu beobachten. Klingt irgendwie total unrealistisch, ist aber mein purer Ernst! ;-)
Auf dem Foto unten seht ihr übrigens den Planeten Jupiter mit seinen vier (von ingesamt ca. 70) Monden. Den Planeten hab' ich übrigens einfach durchs Teleskop fotografiert.

Jupiter
Nach ca. 1 1/2 Std Sternebeobachten machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Hostel, in dem wir alle totmüde in unseren Bett fielen und sofort tief und fest einschliefen.
Am nächsten Tag, 08:00 morgens (chilenisch übrigens 08:40) machten wir uns auf den Weg in den "Parque nacional de los pingüinos Humboldt", in welchem wir ein weiteres Abenteuer suchten.
Ausgestattet mit dem besten Boot das der Hafen zu bieten hatte und Schwimmwesten machten wir uns auf den Weg zu den Pinguinen!

Pinguine

Wir hatten das große Glück auf dem Weg zu den Pinguinen auch Delphine gesichtet zu haben! Und zwar so richtig nah - ca. einen halben Meter neben unserem Boot begleitete uns eine fröhliche Delphin-Familie.
Unsere "agencia" konnte uns keine Garantie geben, dass wir wirklich Delphine zu Gesicht bekommen würden,  da es sich ja um einen Nationalpark handelt und die Tiere somit frei herumschwimmen. Umso mehr freuten wir uns, als wir tatsächlich Delphine gesehen haben!

Delphine
Delphine
Des Weiteren sahen wir noch Seelöwen, welche sich wie die "kings" in der Sonne badeten und einen weniger königlichen Geruch hatten (das war wirklich ein fürchterlicher Gestank), Seeotter und tausende verschiedene Vogelarten.

Seelöwen
Unser letzter Stop war die "Isla de damas", eine kleine, unbewohnte, bunt blühende Insel mit einem atemberaubendem Sandstrand. Dies war wirklich eine wunderschöne Insel, wie man ohne Zweifel auf den Fotos sehen kann!
Isla de damas
Isla de damas

Nach einer ca 1-stündigen Bootsfahrt kehrten wir in ein kleines, chilenischen Restauran ein in welchem wir "Shrimps-Käse-Empanadas" (Teigtaschen) und ein leckeres Fischgericht schmausten.
Abends, wieder in La Serena angekommen, ließen wir den Abend bei einem gemütlichem Zusammensitzen ausklingen..
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg ins "Valle del Elqui", einem wunderschönen Tal inmitten faszinierender Sandberge.

Valle del Elqui
 Diese Region ist für Pisco (Traubenmost - übrigens DAS chilenische Nationalgetränk) bekannt. Auch hier machten wir eine 1 1/2 stündige Tour durch die "Mistral"-Destillerie (eine sehr bekannter Pisco-Hersteller hier in Chile). Dies scheint ein Familienunternehmen gewesen zu sein, da unser Guide ein etwas schüchternes 18-jähriges Mädchen war. Trotz ihrem jungen Alter hat sie uns einen guten Einblick in die Herstellung des Piscos gegeben.
Während der Tour hatten wir einen atemberaubenden Ausblick über die Weinberge und das wunderschöne Tal!
Valle del Elqui
Mistral Tour
Abschließend ließen wir unser Abenteuer-Wochenende bei einem "Pisco-Sour" (Pisco+Zitrone+Eiswürfel) ausklingen, bevor wir uns wieder auf den langen Weg zurück nach Santiago machten...

Liebste Grüße an euch alle, wo auch immer ihr euch gerade befindet... auf dieser großen Welt! ;-)

Hásta la próxima!

Julia

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