Dienstag, 16. August 2011

Die ersten zwei Wochen in Santiago de Chile

Hola desde Santiago de Chile!

Nach zwei Wochen hab auch ich die Freude an einem eigenen Blog gefunden.
Ich hoffe euch mit meinen Einträgen einen kleinen Einblick in mein Abenteuer am anderen Ende der Welt geben zu können.
In diesem Sinne: viel Spaß beim Lesen! =)

Nach einem 14-stündigen Flug über Madrid sind wir gut in Santiago de Chile angekommen.
Max, mein chilenischer Freund, hat uns abgeholt und war so nett uns bis in unsere Unterkunft zu begleiten.
Der etwas klapprige Lift, der uns in unserem Haus erwartete, brachte uns sehr langsam und mehr oder weniger sicher in den 13. Stock, wo unsere Vermieterin schon auf uns wartete.
Vom ersten Moment an wurden wir sehr herzlich begrüßt.
Der Ausblick unserer Wohnung ist wirklich gigantlisch: eine riesen Stadt mit tausenden von Hochhäusern und dahinter die Anden. Dieser Ausblick ist wirklich jede einzelne Stiege wert! :)



Eine kalte Wohnung, ohne Duschkopf, mit defekter Steckdose und ohne Internetanschluss erwartete uns.
Unsere Vermieterin war sehr bemüht und bestellte uns einen "Maestro" ins Haus, welcher noch am gleichen Tag alles in Ordnung brachte. Richtig untypisch für Chilenen, das alles sofort erledigt wurde, wo wir doch das "tranquilo, tranquilo" der Chilenen immer im Hinterkopf haben ;)
Das Leben in Santaigo konnte also beginnen!

In der ersten Woche wurden alle Touristenattraktionen abgeklappert: der Präsidentenpalast, Aussichtshügel mit Blick über die ganze Stadt, verschiedenste Märkte, Parks und weitere historische Plätze..
Eigentlich ist Santiago keine Touristenstadt, somit hatten wir schon in der ersten Woche viel von der Stadt gesehen.

Ein sehr großes Thema sind die Studentenproteste, welche mittlerweile schon seit 3 Monaten in Santiago für Unruhe herrschen. Auch von diesen haben wir schon was mitbekommen, allerdings kann ich euch beruhigen - die Bilder, welche in den österreichischen/deutschen Nachrichten gezeigt werden, sind Extremfälle.
Aus Gesprächen mit einheimischen Studenten, weiß ich, dass sogenannte "marchas" eigentlich immer friedlich beginnen, Studenten tanzen, singen und verkleiden sich. Manchmal kommt es dann zu Tränengasattaken von Seiten der Polizei, aber im Grunde genommen ist alles nicht so schlimm wie es in den Medien immer dargestellt wird.

Die erste Uni-Woche ist bereits vorüber. Die Universität selbst würde ich als zweckgemäß eingerichtet bezeichnen: kahle, kalte Räume... die Einrichtung beschränkt sich auf Stühle mit Armlehnen zum Schreiben.
Das Spanisch der Chilenen ist etwas eigen, aber prinzipiell habe ich die Professoren ganz gut verstanden.

Auf dem Foto seht ihr mich und meine Mitaustauschstudenten an unserem ersten Uni-Tag.



Das Partyleben in Santiago haben wir auch schon genossen. Miércoles Po - die Party für alle Austauschstudenten und Chilnen, welche mit Austauschstudenten feiern wollen. Diese Party findet jeden Mittwoch in einem anderen Lokal statt und bringt immer wieder sehr viel Spaß mit sich.
Am Samstag waren wir bei einer Geburtstagsfeier von einem weiteren, chilenischem Freund von mir eingeladen. Dieser Abend war wirklich lustig, wir waren eine kulturell sehr gemischte Gruppe bestehend aus Chilenen, Brasilianern, Kolumbianern, Iren und Österreichern. Spanisch war die Sprache, in der wir uns ausgetauscht und gemeinsam gelacht haben. Außerdem durften Claudia und ich einen "Privattanzkurs" von den Brasilianerinnen und dem Kolumbianer genießen - von denen kann man sich ja bekanntlich einiges abschauen ;)


Unseren ersten Trip in die Atacama-Wüste haben wir bereits gebucht, ab 9.-12. September gehts los in die trockenste Wüste der Welt! Weitere Reiseziele während unserem Auslandssemester in Chile werden vorerst der Süden Chiles, Valparaíso, Vina del Mar und Buenos Aires sein..

Das wars fürs Erste, ihr werdet weiterhin von mir hören! :)
In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Woche!

Hasta la próxima y qué les vaya bien!

Julia




1 Kommentar: